"Leben und Arbeiten im Haus am Steinbach" - Neue Nutzung

Liebe Nußdorfer Bürgerinnen und Bürger, das ehemalige Seniorenheim „Haus am Steinbach“ wird neu genutzt. Ein Leuchtturmprojekt für gelebte Inklusion entsteht – Was als Vision begann, nimmt nun konkrete Formen an.
Der Verein Zukunft trotz Handicap e.V. wird in dieser Bestandsimmobilie einen Ort schaffen, der weit mehr ist als ein Wohnheim. Auf rund 4.000 Quadratmetern mit großem Garten wird ein Umfeld geschaffen, in dem 31 Menschen mit Handicap nicht nur wohnen, sondern leben, arbeiten, lernen und Teil einer Gemeinschaft sein können. Ein Zuhause, das Sicherheit gibt – und Perspektiven eröffnet. So selbstbestimmt wie möglich aber so unterstützt wie notwendig.
So wird ein beispielhafter Baustein dieses elternfinanzierten Wohnkonzeptes ein öffentlich zugängliches Tagescafé sein, das zu einem lebendigen Treffpunkt im Ort werden soll. Hier werden Menschen mit Einschränkungen im Service, an der Theke und im Küchenbereich ausgebildet und finden Arbeit und Beschäftigung. Der Verein bietet beispielsweise die berufliche Qualifizierungsmaßnahme „Kleiner Wirte-und Hotel-Brief“ an. Das Café würde damit zu einem Ort gelebter Inklusion, an dem Begegnungen entstehen, Vorurteile abgebaut und individuelle Talente sichtbar werden.
Der Verein ist in den vergangenen Monaten mutig in die Vorplanung gegangen, hat intensiv recherchiert, Gespräche geführt, einen Betreiber gesucht – und gefunden. Mit der Caritas wurde ein Träger gefunden, der die Leidenschaft für Inklusionsprojekte teilt und gemeinsam mit dem ZTH e.V. dafür brennt, das „Haus am Steinbach“ zu einem echten Leuchtturmprojekt für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung zu machen.
Andrea Hanisch (Vorsitzende) und Rolf Gaertner (Schatzmeister) von Zukunft trotz Handicap e.V.: „Wir haben als Verein den ersten Schritt gemacht –aus dem tiefen Wunsch heraus, Menschen mit Handicap eine sichere Zukunft zu ermöglichen. Jetzt haben wir einen Träger gefunden, der unsere Vision teilt und mit uns gemeinsam ein Leuchtturmprojekt schaffen möchte. Doch damit dieser Ort Wirklichkeit wird, brauchen wir Sie – die Angehörigen. Gemeinsam können wir etwas Großes entstehen lassen.“
Als Bürgermeisterin der Gemeinde Nußdorf freue ich mich außerordentlich, diese Einrichtung bei uns in Nußdorf willkommen heißen zu dürfen. Dem Gemeinderat und mir war es ein zentrales Anliegen, dass dieses Objekt keinesfalls einer ausschließlichen Wohnnutzung zugeführt wird, sondern weiterhin als soziale Einrichtung bestehen bleibt, die unserer Gesellschaft zugutekommt.
Mit diesem Projekt stärken wir eine bedeutende Institution für Menschen mit Einschränkungen und leisten einen wertvollen Beitrag für unsere Gemeinschaft. Besonders freuen wir uns darauf, die vielen bereichernden und integrativen Begegnungen mitzuerleben die hier entstehen werden – ein Ort, der Menschen zusammenbringt, ein Ort, der Hoffnung, Perspektiven und Lebensfreude schenkt.
Ihre
Susanne Grandauer
Erste Bürgermeisterin
Einladung zur Auftaktveranstaltung für interessierte Angehörige von Erwachsenen mit Einschränkungen