Der Mühlenweg in Nußdorf

Auf keinen Fall verpassen sollten Sie den Nußdorfer Mühlenweg, ein Geschichtspfad in 18 Stationen zu den Themen Wasserkraft und Technikgeschichte sowie Heimat und Ortsentwicklung.

Bereits im Mittelalter war der Mühlbach Lebensader in Nußdorf. Zu seiner Blütezeit arbeiteten 15 verschiedene Betriebe mit der Wasserkraft, heute dient er der Stromerzeugung.

Entlang dieses Triebwerkskanals zeigen bildreiche Texttafeln die vielseitige Verwendung der Wasserkraft und die Entwicklung des Ortes am Alpenrand. Insgesamt misst der Pfad 3,5 km Fußweg durch ein reizendes Tal, durch Wald und Dorf.

Bei welcher Station Sie Ihren Spaziergang beginnen, ist nicht wichtig. Folgen Sie einfach dem Wasserlauf des Kanals. Es werden dabei Nußdorfs schönste Seiten enthüllt.  

Die einzelnen Stationen im Plan

  1. Getreidemühle in Mühltal
  2. Triebswerkskanal Mühlbach
  3. Sägewerk Voggenauer
  4. Hammerschmiede Steinschmid
  5. Sägewerk Sagmeister
  6. Gipsmühle Wall
  7. Ölschlag Obermühle
  8. Getreidemühle Obermühle
  9. Sägewerk Fischer/Baumgartner
  10. Dreschtenne Lupichler
  11. Getreidemühle, Ölmühle, Sägewerk, Untermühle
  12. Schmiede Neuschmid
  13. Dreschmaschine Schneiderwirt
  14. Gerberei Lederer
  15. Sägewerk Adamer
  16. Gipsmühle Unterroßner
  17. Sägewerk Unterroßner
  18. Elektrizitätswerk Adamer

Bitte beachten Sie: die Strecke 3 bis 4 (Sägewerk bis Hammerschmiede) ist für Rollstühle nicht gut geeignet.

Geführt wird regulär von Mai bis Oktober jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat. Beginn ist um 13:30 Uhr am Verkehrsamt.

Eine Führung entlang dem Geschichtspfad dauert ca. 1 ½ Stunden (Station 15 bis 2).  

Gruppenführungen können individuell mit der Ortsheimatpflegerin Michaela Firmkäs (08034-7147) oder über das Verkehrsamt Nußdorf (08034-9079-20, verkehrsamt@nussdorf.de) vereinbart werden.

"Adamers Lichtspiele" - Nußdorfs Gewerbe am Mühlbach

von Michaela Firmkäse, Nußdorf am Inn 2000

Bei der Recherche zum Mühlbach sind viele Fotografien, Dokumente und Geschichten zu Tage getreten, die in einer ansprechenden Ausstellung keinen Platz gefunden haben. Ein broschiertes Buch mit 165 Seiten und zahlreichen Schwarzweißabbildungen gibt detailliert Einblick in die Heimat- und Technikgeschichte eines kleinen Ortes im Voralpenland.

Es ist in drei große Bereiche gegliedert: Der Triebwerkskanal in seiner Funktion, Bauweise und Bewirtschaftung durch die Mühlbachgenossenschaft; die am Kanal anliegenden Wasserkraftwerke im Einzelnen; die verschiedenen Betriebstechniken im Speziellen (Getreidemühle, Ölschlag, Gips und Zement, Sägewerk, Elektrizitätswerk, Dreschmaschine, Schmiede und Lohmühle).

Das Buch kostet 13 € und ist erhältlich im Verkehrsamt.