Goldmedaille im europäischen Wettbewerb "Entente Florale"

Nußdorf tritt für Deutschland im Europawettbewerb Entente Florale 2004 - ein Grün- und Stadtentwicklungswettbewerb für Städte und Gemeinden in Europa - an und gewinnt den Preis. 

Jury-Präsident Luke Griffin aus Irland überreicht dem Nußdorfer Bürgermeister Sepp Oberauer die "Goldmedaille", eine Bronzeplatte mit  goldenen Sternen.  

  1. Qualitätskriterien (ges. 40 Punkte)
    • Qualität der Grünanlagen und Parks in Bezug auf die Planung und die Pflege und deren Wechselbeziehungen
    • Vielfalt, Qualität der ausdauernden und der einjährigen Pflanzungen
    • Farbabstimmung der Pflanzungen im Zusammenhang mit Gebäuden
    • Landschaft (neue Kriterien)
    • Ökologische Basis für Pflanzung und Grün
    • Management der Bewässerung
    • Verwertung der Grünabfälle
  2. Kriterien zum Engagement und zur Beteiligung (25 Punkte) 
    • Engagement der örtlichen (städtischen) Verwaltung 
    • Beteiligung des lokalen Gewerbes (Hotels, Restaurants, Läden, Fabriken... 
    • Gemeinsames Engagement und Zusammenarbeit von Personen oder von Gruppen im Ort 
    • Engagement von Privatpersonen (Häuser, Balkone, Gärten)
  3. Kriterien zum Gesamteindruck (20 Punkte) 
    • Vorhandensein eines Gesamtkonzepts (Plan, Struktur) für das Grün
       Sauberkeit des Ortes 
    • Qualität des bebauten Raumes (Plätze, Straßen, Gebäude, Straßenmöblierung)
  4. Bildung und Weiterbildung (4. und 5. = 15 Punkte)
  5. Kommunikation

Die Mitglieder der hohen Prüfungskommission für den bayernweiten Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" wurden am 16. Mai 2001 festlich empfangen.

Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft

Nußdorf ist Landessieger 2001

Auf dem Gelände des gemeindeeigenen, prachtvoll über dem Tal gelegenen Kindergartengeländes hatten sich neben den offiziellen Vertretern der Gemeinde Fahnenabordnungen der Ortsvereine, Trachtler und Schiffleut` in ihren Festtagskleidern versammelt. Sie boten bei Bilderbuchwetter einen buntfröhlichen Rahmen.

Kindergartenkinder sangen ein erstes Willkommensständchen, die Musikkapelle spielte auf, eine junge Plattlergruppe und Goaßlschnalzer zeigten ihr Können. Erster Bürgermeister Johann Dettendorfer begrüßte die unter Leitung von Ministerialrat Dr. Peter Jahnke stehende Kommission und umriß die Gegebenheiten der Gemeinde.

Die Prüfungskommission hatte sechs Bereiche zu bewerten: "Konzeptionen für die Dorfentwicklung und deren Umsetzung", "Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen", "Soziales und kulturelles Leben", "Baugestaltung und -entwicklung", "Grüngestaltung und --entwicklung" sowie den Bereich "Dorf in der Landschaft".

Wenige Tage nach der Begehung kam die frohe Kunde: Nußdorf a. Inn hatte sich unter 1025 bayerischen Gemeinden, die sich am Wettbewerb beteiligt hatten, mit dem Gewinn einer Goldmedaille durchgesetzt. Als einzige "altbayerische" Gemeinde - die fünf weiteren Goldmedaillisten kommen aus Franken - wird die Inntalgemeinde am Finale auf Bundesebene teilnehmen, das im kommenden September ausgetragen wird.

In einem Schreiben des Staatsministers für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, wird die Entscheidung begründet: "Nußdorf a. Inn hat, basierend auf traditionelle Werterhaltung , seine dörfliche Struktur und intakte Landschaft als Kapital erkannt und weiter entwickelt. Darüber hinaus wurde durch ein qualitativ hochwertiges Angebot von Arbeitsplätzen und Bauland die Entwicklung für die Zukunft gesichert". Miller, der den Dorfwettbewerb als "wohl bedeutendste Bürgerinitiative Bayerns" bezeichnete, erklärte, daß " es in Nußdorf a. Inn durch freiwilliges und aktives Bürgerengagement in hervorragender Weise gelungen ist, zur ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Dorfes wirkungsvoll und zukunftsorientiert beizutragen".

Im Hinblick auf die Ausscheidung auf Bundesebene zeigt sich Bürgermeister Johann Dettendorfer zuversichtlich. Die besonderen Anstrengungen der letzten Jahre, wie die kürzlich abgeschlossene "Dorferneuerung", die Gestaltung des mitten im Ort gelegenen Dorfangers oder die Schaffung des Freilichtmuseums "Mühlenweg" seien Trumpfkarten, die sich bereits bewährt hätten.

Das großartige Engagement von Gemeinderat, Vereinen und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern habe Nußdorf zu dem werden lassen, was es heute sei: ein liebens- und lebenswertes Dorf in einer herrlichen Landschaft.

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