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Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung

Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung

Als bedeutendstes kirchliches Bauwerk im Gemeindebereich darf die Wallfahrtskirche Kirchwald bezeichnet werden. Im Jahr 1644 schuf sich ein mit einem  Gnadenbild aus Rom zurückkehrender Pilger eine Klause in einer Felsenhöhle unterhalb der heutigen Kirche. Eine neben der "Quarantan" austretende Wasserquelle hatte heilende Wirkung und schon bald entwickelte sich eine häufig besuchte Wallfahrtsstätte. Die weitere Entwicklung ist einem Nußdorfer Wirtssohn zu verdanken: Pater Casimir Weiß ließ 1720 die Kirche und die Klause erbauen. Den einheitlich gestalteten Spätbarockbau errichtete Wolfgang Dientzenhofer, die heutige Innenausstattung entstand 1756 mit drei Altären und einer Kanzel im Rokokostil. In der Mitte des Hochaltars ist das Gnadenbild - eine byzantinische Ikone - in einen prachtvollen Strahlenkranz eingearbeitet.

 

Viele Gebetserhörungen sind in historischen und auch zeitgenössischen Votivtafeln dokumentiert. Die umfassende Innenrenovierung der vergangenen Jahre hat der Kirche Glanz und Aussehen der originalen Farbkompositionen wieder zurückgegeben.

 

Seit Jahrhunderten ist es Tradition, die "Goldenen Samstage", dies sind die auf das Michaelsfest folgenden Samstage, in Kirchwald besonders feierlich zu begehen. Von weither kommen die Wallfahrer zu den morgendlichen Gottesdiensten. In der Hütte vom Schneiderwirt gibt es zur Stärkung nach der Messe eine Brotzeit und häufig sitzt man noch für einige Zeit gemütlich beisammen.

 

Bedeutung hatte die Einsiedelei in früheren Jahrhunderten als Schule für Nußdorf. Die Kinder mussten über viele Jahre den steilen Weg in die Klause zum Unterricht antreten. Nachdem vor einigen Jahren der Eremit Frater Marianus Schmid, der die Einsiedelei bewohnte, verstarb, kümmert sich nun die Pfarrei St. Vitus mit viel Engagement um Kirche und Klause und erfüllt diese mit religiösem Leben.

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